Larissa Flecklin Larissa Flecklin
Muss es wirklich "der Traumjob" sein?
In diesem Blogbeitrag

Einen «Traumjob» haben und sich voll in seiner Arbeit zu verwirklichen – klingt super. Doch gibt es das? Und zu welchem Preis?

Larissa, 22 Jahre jung, erzählt von ihrer persönlichen Suche nach ihrem «Traumjob», dem nie endendem Druck ihrer Generation und mit welchen Learnings sie ihr Jobglück fand. 

Mit 19 Jahren entschied ich mich dazu, dass ein Studium mir zu meinen Traumjob verhelfen soll. Wirtschaft sollte es sein, die Vorlesungen komplett in Englisch und am besten international ausgerichtet. Im Anzug in der Business Class reisen und für eine grosse internationale Firma arbeiten. So stellte ich mir damals meine Zukunft vor. Natürlich war ich motiviert dies zu erreichen, doch diese Traumvorstellung war vor allem mit einem Gefühl verbunden: extremer Druck. Das Gefühl, nach den ersten Semesterprüfungen nicht so gut zu sein wie seine Mitstudent:innen – Horror! Der Druck, neben dem Vollzeitstudium Teilzeit zu arbeiten, aber nicht einfach irgendwo, sondern am besten bereits in einem für später relevanten Bereich – allgegenwärtig. 

Die langsame Gewissheit, dass die Traumvorstellung meiner Zukunft wahrscheinlich nur mit Bestnoten und jahrelanger harter Arbeit zu erreichen ist – Stress pur. Die Ungewissheit über meine zukünftige berufliche Laufbahn bescherte mir einige unruhige Nächte. Dieser ständige Leistungsdruck, verbunden mit dem Gefühl, nie den «Traumjob» zu finden oder nie meine selbst gesetzten hohen Ziele zu erreichen – ein demotivierendes Empfinden. 

Jetzt, drei Jahre, Hunderte von Lernstunden und einem Jobwechsel später sehen ich meine Zukunft mit anderen Augen. Ja, Träume können gross sein und begleiten uns oft ein Leben lang. Aber ein Traum ist ein Traum – oft unerreichbar und das ist auch okay so. Das Gefühl, nach der Lehre sofort DEN Traumberuf auszuüben oder nach einem Studium direkt in der Geschäftsleitung sitzen zu müssen – kompletter Schwachsinn. 

Die Illusion Traumjob

Ist es nicht so, dass der Begriff Traumjob einen Druck in uns auslöst, welcher alles andere als «traumhaft» ist? Viele falsche Vorstellungen von einem Traumjob verschleiern zudem regelrecht die Realität. Der perfekte Job oder das perfekte Studium, indem du nie Rückschläge erfährst oder schlechte Tage hast, muss erst noch erfunden werden. In den letzten Jahren habe ich gelernt, dass zu einem erfüllten und glücklichen Leben durchaus auch Situationen gehören, die anstrengend und mühsam sind, denn sie fordern uns und lassen uns an ihnen wachsen. 

Vom Traumjob zum Jobglück 

Für mich wurde der Begriff «Jobglück» immer bedeutsamer. Viele Faktoren machen Glück aus und natürlich gibt es unterschiedliche Definitionen von Glück. Die entscheidende Frage ist, was dir an einer Tätigkeit wirklich wichtig ist. Mir ist in den letzten Jahren klar geworden: Für mich ist es wichtig, eine Tätigkeit auszuführen, die mir sinnvoll erscheint und anderen Personen in irgendeiner Art und Weise weiterhilft. Ein toller Umgang mit Arbeitskolleg:innen ist für mich zudem unerlässlich. Ich suche die Herausforderung und möchte am Ende vom Tag etwas machen, von dem ich persönlich überzeugt bin. 

«Wenn meine Arbeit sich positiv auf andere auswirkt, macht mich das glücklich.»

professional.ch verhalf mir zu meinem persönlichen Jobglück. Als «Content Creator» darf ich meine kreative Ader ausleben und gleichzeitig Verantwortung ausüben. Die flache Hierarchie sowie meine freundschaftliche Beziehung zu meinen motivierten Teamkolleg:innen macht das Arbeiten in diesem coolen Startup zu einem Vergnügen. Ich gehe gerne zur Arbeit und glaube zu 100 % daran, dass professional.ch mit ihrer Tätigkeit die Welt jeden Tag ein kleines bisschen verbessert. Davon ein Teil zu sein, motiviert mich extrem. 

Ich bin zurzeit sehr glücklich mit meinem Job, auch wenn er nicht verschiedener sein könnte als mein anfänglicher «Traumjob». 

Wie findest du dein Jobglück?

Hier ein paar Learnings, die dir auf deinem Weg zum Jobglück helfen: 

  • Konzentriere dich nicht auf DEN Traumjob, sondern viel mehr auf dein eigenes Jobglück.
  • Finde heraus, was dir an einer Tätigkeit wirklich wichtig ist und denke darüber nach, was dich glücklich macht und wie du dieses Glück in deinem Berufsleben finden kannst. 
  • Nimm dir Zeit! Probiere aus, was zu dir passt und womit du gerne deine Zeit verbringst. Praktika, Teilzeitarbeit neben dem Studium oder Nebenjobs zeigen dir schnell, was dir Spass macht. 
  • Begeisterung und Leidenschaft wird dir Türen öffnen. 
  • Sei mutig! Es ist völlig okay, wenn der Beruf, den du gelernt hast oder in dem du schon etliche Jahre arbeitest, dir nicht mehr zusagt und du dich neu orientieren möchtest.
  • Versuche wahrzunehmen, wie deine Arbeit von anderen aufgenommen wird. Erkenne, wie sich deine Arbeit auf andere auswirkt, zum Beispiel auf andere Mitarbeitende, auf Kund:innen, ein anderes Team oder wer auch immer von deiner Arbeit profitiert. Dies kann sehr inspirierend sein und hilft dir, deine Arbeit mit anderen Augen zu sehen. 

professional.ch unterstützt dich bei der Suche nach deinem Jobglück! 

Wenn du eine komplette Neuorientierung anstrebst, kannst du mit dem Berufs-Finder Berufe entdecken, die zu dir passen. 

Unser Firmen-Finder schlägt dir Arbeitgeber:innen vor, welche deinen Vorstellungen entsprechen, damit du eine Firma und ein Team findest, indem du dich vollkommen wohl fühlst. 

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Larissa Flecklin
Larissa Flecklin
«Ich startete meine berufliche Laufbahn mit einer kaufmännischen Lehre und befinde mich nun im letzten Studienjahr an der Hochschule. Den Weg zu meinem Jobglück fand ich durch das duale Bildungssystem der Schweiz, an das ich von Herzen glaube! Meine aufstrebende Generation hat es nicht immer einfach, den richtigen beruflichen Weg zu finden. Deshalb unterstütze und begleite ich mit meiner Passion fürs Schreiben junge Fachkräfte und Firmen auf dem Weg zu ihrem "Perfect Match".»
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