Lohnverhandlung: 7 Tipps

In diesem Blogbeitrag

Fast jede:r wurde bereits damit konfrontiert oder steht davor. Die Lohnverhandlung ist Grundlage vieler Diskussionen. Was eigentlich eine gute Chance ist, wird von vielen Menschen als herausfordernde Pflicht angesehen. Doch wenn du dich gut auf das Gespräch vorbereitest und deine Argumente bereit hältst, dann hast du bereits den wichtigsten Schritt getan. Wenn du nun auch noch folgende Tipps beachtest, steht einer erfolgreichen Lohnverhandlung nichts mehr im Weg.

Im richtigen Moment, am richtigen Ort

Deine:n Vorgesetzte:n spontan vor dem ganzen Team um eine Lohnverhandlung zu bitten, oder gar direkt um eine Lohnerhöhung zu fragen ist ein absolutes No-Go. Frage in einem persönlichen Moment oder schreibe eine E-Mail, um einen offiziellen Termin für die Lohnverhandlung zu vereinbaren.

Lasse eine Verhandlung zu

Die Lohnverhandlung ist kein einseitiges Wunschkonzert von dir oder deinem:r Chef:in – sondern wie der Name es schon sagt eine Verhandlung. Es geht also nicht darum, das erste Angebot direkt anzunehmen oder stur auf deinen Vorschlag zu bestehen. Viel eher sollten von beiden Seiten die jeweiligen ausschlaggebenden Argumente angebracht und so eine passende Lösung gefunden werden.

Den richtigen Ton treffen

Dein Auftreten während des Gesprächs gegenüber deinem:r Verhandlungspartner:in ist ausschlaggebend. Dabei solltest du stets darauf achten, dass du nicht unsicher wirkst. Schliesslich willst du mit deinen vorbereiteten Argumenten überzeugen. Schüchternheit oder gar Unsicherheit bewirken das Gegenteil. Doch nicht nur Schüchternheit, auch Arroganz und Überheblichkeit sind in einer Lohnverhandlung fehl am Platz. Finde den richtigen Ton und begegne deinem Gegenüber auf Augenhöhe. Ganz nach dem Motto: Selbstsicherheit – ja, Überheblichkeit – nein.

Vermeide private Argumente

Dass sich der Lohn auf dein Privatleben auswirkt, ist klar. Dennoch solltest du in deiner Lohnverhandlung auf persönliche Argumente verzichten. Schliesslich richtet sich deine Entlohnung einzig nach deiner Leistung bei der Arbeit und nicht nach deinen privaten Umständen.

Vergleiche dich nicht mit Mitarbeiter:innen

«Kollege XY arbeitet weniger fleissig als ich, verdient aber mehr.» Solche Aussagen sind ein Tabu während deiner Lohnverhandlung. Obschon es wichtig ist, dass du mit deinen Stärken argumentierst, solltest du niemals gleichzeitig andere Mitarbeiter:innen anschwärzen – das wirkt neidisch, unkollegial und hinterlässt bestimmt keinen guten Eindruck bei deinem:r Vorgesetzten.

Messe dich nicht an Branchenkolleg:innen

Wenn du glaubst, dass du im Vergleich zu Berufskolleg:innen zu wenig verdienst, ist es durchaus sinnvoll, wenn du dich darüber informierst und Schlüsse daraus ziehst. Du sammelst jedoch keine Pluspunkte, wenn du deinem:r Chef:in die Löhne der Konkurrenz unter die Nase reibst. Solche Aussagen können nämlich dazu führen, dass dein:e Chef:in an deiner Loyalität zu zweifeln beginnt. Ausserdem kannst du die Löhne deiner Branchenkolleg:innen in der Regel nicht belegen, weshalb sie kein starkes Argument sind.

Verwende aktuelle Argumente

Alte berufliche Errungenschaften und Erfolge haben keinen Platz in deiner Lohnverhandlung. Deine Erfolge und Stärken sollten auf dem Stand der Zeit und im besten Falle auch überprüfbar sein. So kriegt der/die Vorgesetzte:r ein aktuelles Bild von jenen Gründen, die deine gewünschte Entlohnung rechtfertigen.

Das Wichtigste ist und bleibt die Planung. Nimm dir Zeit und bereite dich gut auf deine Lohnverhandlung vor. Sammle Argumente, weshalb du deinen Wunschlohn verdient hast. Und ganz wichtig: Behalte immer im Hinterkopf, dass deine Lohnverhandlung ein respektvolles Gespräch auf Augenhöhe sein soll. Wenn du diese Tipps und Tricks beachtest, wirst du merken, dass es keinen Grund gibt, Bammel vor deiner nächsten Lohnverhandlung zu haben. Viel Erfolg, wir drücken dir die Daumen!

Noch mehr Tipps verrät dir Larissa hier:

 

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Samira Imhof
Samira Imhof
«Nach der Fachmaturität sammelte ich meine ersten beruflichen Erfahrungen in der Sozialarbeit. Um meiner Leidenschaft nachzugehen, entschloss ich mich dazu, die Richtung zu wechseln und studiere nun im vierten Semester Kommunikation. Meine Erfahrung mit beruflicher Unsicherheit teilen viele junge Fachkräfte in der Schweiz. Genau deshalb setzen wir bei professional.ch alles daran, junge Fachkräfte auf ihrem Weg zum beruflichen Glück zu unterstützen.»
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