Reflexzonen-Therapeut/in

Alles, was du über diesen Beruf wissen musst

Worüber du dich hier informieren kannst

  • Deine Tätigkeit als Reflexzonen-Therapeut/in
  • Informationen zur Ausbildung
  • Herausforderungen im Berufsalltag
  • Wichtige Kompetenzen
  • Lohn als Reflexzonen-Therapeut/in
  • Zukunftsperspektiven & Weiterbildungen als Reflexzonen-Therapeut/in
  • Arbeitsmarkt & Trends
  • Tipps & Tricks

Deine Tätigkeit als Reflexzonen-Therapeut/in

Als Reflexzonen-Therapeut/in setzt du mit gezielten Grifftechniken Impulse auf die Reflexzonen, die den Organen und Organsystemen zugeordnet sind. Du arbeitest am ganzen Körper – besonders an Füssen, Händen, Gesicht, Ohren und am Rumpf. Je nach Beschwerdebild wirkst du anregend oder beruhigend auf die Grundregulationssysteme und unterstützt damit die Selbstheilungskräfte. Du analysierst die Bedürfnisse deiner Klient:innen, passt die Behandlung individuell an und dokumentierst Reaktionen, um den Verlauf gezielt zu steuern. Einsatzorte sind u.a. eigene Praxen, Fitness- und Gesundheitszentren oder Wellness-/Ferienbetriebe.

Alltägliche Aufgaben
  • Gezielte Impulse mit Grifftechniken auf Reflexzonen setzen.
  • Bedürfnisse der Klient:innen erkennen, Behandlungen individuell anpassen.
  • Arbeit an Füssen, Händen, Gesicht, Ohren und am Rumpf.
Administrative Aufgaben
  • Behandlungen planen und koordinieren, Termine führen.
  • Behandlungsverläufe und Fortschritte dokumentieren.
  • Klient:innen zu Verlauf und Folgeterminen informieren.
Medizinische Aufgaben
  • Kenntnis der Grundregulationssysteme und deren gezielte Beeinflussung.
  • Reaktionen beobachten und dokumentieren, Therapie entsprechend anpassen.
  • Hinweise zur ergänzenden Selbstpflege geben.

Informationen zur Ausbildung

Die Ausbildung erfolgt mehrstufig und berufsbegleitend. Üblich ist zunächst ein schuleigenes Diplom/Zertifikat bzw. ein Abschluss, der von Zusatzversicherungen vieler Krankenkassen anerkannt wird. Für das Branchenzertifikat KomplementärTherapie wird neben der Methoden-Ausbildung ein Praktikum sowie der «Tronc Commun» (naturwissenschaftliche, sozialwissenschaftliche und berufsspezifische Grundlagen) absolviert. Nach anschliessender Berufspraxis mit begleitender Supervision kann die Höhere Fachprüfung (HFP) Komplementärtherapeut/in mit eidg. Diplom abgelegt werden.

Dauer: Für die Methoden-Weiterbildung werden gemäss Gateway i.d.R. 3–4 Semester berufsbegleitend (rund 300 Stunden) veranschlagt; hinzu kommen Praktikum, Tronc Commun und Praxis mit Supervision.

Voraussetzungen: Abgeschlossene Grundbildung oder Mittelschulabschluss; kommunikativ und empathisch; keine Berührungsängste; körperliche und geistige Gesundheit. Gemäss Gateway: Mindestalter 18 Jahre (keine spezifische Erstausbildung erforderlich) oder Empfehlung des SVRT: abgeschlossene 3–4-jährige Grundausbildung, Mindestalter 23 Jahre.

Mehr Informationen: berufsberatung.ch und Gateway.

Voraussetzungen
  • Abgeschlossene Grundbildung oder Mittelschulabschluss; kommunikativ, empathisch; körperlich und geistig gesund; keine Berührungsängste.
  • Gateway: Mindestalter 18 Jahre oder Empfehlung SVRT: abgeschlossene 3–4-jährige Grundausbildung, Mindestalter 23 Jahre.
Dauer

Berufsbegleitend, mehrstufig. Methoden-Weiterbildung gemäss Gateway in der Regel 3–4 Semester (rund 300 Stunden); zusätzlich Praktikum, Tronc Commun und Praxis mit Supervision bis zur HFP.

Schulische Bildung

Tronc Commun mit naturwissenschaftlichen, sozialwissenschaftlichen und berufsspezifischen Grundlagen; methodenspezifische Ausbildung an anerkannten Schulen.

Berufliche Praxis & Supervision

Praktikum und begleitende Supervision als Voraussetzung für das Branchenzertifikat KomplementärTherapie und die spätere HFP.

Abschlusswege
  • Schuleigenes Diplom/Zertifikat bzw. Abschluss anerkannt von Zusatzversicherungen vieler Krankenkassen.
  • Branchenzertifikat KomplementärTherapie (nach Methode, Praktikum und Tronc Commun).
  • Höhere Fachprüfung (HFP) Komplementärtherapeut/in mit eidg. Diplom nach Berufspraxis und Supervision.

Herausforderungen im Berufsalltag

Erwartungen managen

Geduld über Therapieverläufe

Aufklärungsarbeit leisten

Achtsam wahrnehmen

Selbstheilungskräfte aktivieren

Dokumentation und Planung

Wichtige Kompetenzen

  • Empathie & Kundenorientierung

    Du gehst einfühlsam auf unterschiedliche Menschen und Situationen ein.

  • Belastbarkeit

    Du bleibst körperlich und psychisch standhaft – auch bei hohen Erwartungen.

  • Geduld

    Du setzt realistische Ziele und begleitest Prozesse über mehrere Sitzungen.

  • Beobachtungsgabe

    Du nimmst Reaktionen während und nach Behandlungen achtsam wahr.

  • Hygienebewusstsein & Ordnungssinn

    Sauberes, strukturiertes Arbeiten ist für dich selbstverständlich.

  • Gesundheit & Konstitution

    Du verfügst über eine gute, widerstandsfähige körperliche Verfassung.

  • Kommunikation

    Du erklärst Wirkung und Grenzen der Methode klar und verständlich.

  • Verschwiegenheit

    Du behandelst persönliche Informationen deiner Klient:innen vertraulich.

Lohn als Reflexzonen-Therapeut/in

Die folgenden Monatslöhne (brutto, 12 Monatslöhne) orientieren sich an verfügbaren Daten zu verwandten Therapieberufen und dienen als Richtwerte:

  • Einsteiger/in (ohne Berufserfahrung): CHF 4’868
  • Mit 1–2 Jahren Berufserfahrung: CHF 5’880
  • Mit 3–5 Jahren Berufserfahrung: CHF 6’625
  • Über 5 Jahre Berufserfahrung: CHF 7’083 und darüber

Die effektive Höhe variiert je nach Kanton, Anstellungsart (angestellt/selbständig) sowie Umfang und Spezialisierung.

Zukunftsperspektiven & Weiterbildungen als Reflexzonen-Therapeut/in

Du kannst dich ohne formale Weiterbildung spezialisieren und deine Praxis ausbauen. Mit formalen Abschlüssen stehen dir der eidg. Fachausweis (BP) als Medizinische/r Masseur/in sowie die Höhere Fachprüfung (HFP) zur/zum Komplementärtherapeut/in oder Naturheilpraktiker/in offen.

Zukunftsperspektiven ohne Weiterbildung:

Durch Erfahrung, Spezialisierung und Praxisentwicklung kannst du dein Profil schärfen, dein Angebot erweitern und dich in Nischen etablieren.

Spezialisierung

Fokussiere dich auf spezifische Zielgruppen oder Methoden, z. B. Kinder, ältere Menschen oder Beschwerden wie Narbenproblematik.

Praxisführung / Selbständigkeit

Baue eine eigene Praxis auf oder erweitere dein Angebot (z. B. Abos, Kurse), um deine Position am Markt zu stärken.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Arbeite eng mit Ärzt:innen, Physiotherapeut:innen oder anderen Gesundheitsfachpersonen zusammen, um Klient:innen umfassend zu begleiten.

Zukunftsperspektiven mit Weiterbildung:

Formale Abschlüsse wie BP Medizinische/r Masseur/in sowie HFP Komplementärtherapeut/in oder Naturheilpraktiker/in eröffnen dir zusätzliche Einsatzfelder und stärken deine Professionalität.

Berufsprüfung BP

Medizinische/r Masseur/in BP (eidg. Fachausweis)

Vertieftes Wissen in manuellen Therapien und erweiterte Einsatzmöglichkeiten in medizinischen Einrichtungen.

Höhere Fachprüfung (HFP)

Komplementärtherapeut/in HFP (eidg. Diplom)

Vertiefung in ganzheitlichen Therapieansätzen; Abschluss mit eidgenössischem Diplom nach Praxis und begleitender Supervision.

Naturheilpraktiker/in HFP (eidg. Diplom)

Erweiterte naturheilkundliche Kompetenzen und eigenständige Tätigkeit mit ganzheitlichem Ansatz.

Höhere Fachschule (HF)

Naturheilpraktiker/in HF (eidg. Diplom)

Höhere Fachschulausbildung in Naturheilkunde mit umfassender, methodenübergreifender Praxis.

Arbeitsmarkt & Trends

  • Hohe Nachfrage in Praxen, Fitness-/Wellnessbereichen und Resorts; zusätzlich gute Möglichkeiten in eigener Praxis.
  • Ganzheitliche Angebote sind gefragt; die Reflexzonentherapie zielt auf Aktivierung der Selbstheilungskräfte und Ausgleich der Grundregulationssysteme.
  • Therapieverläufe erstrecken sich oft über mehrere Sitzungen; bei chronischen Leiden teils längerfristige Begleitung.
  • Aufklärungsarbeit bleibt zentral: Klient:innen erwarten teils «Wunder» – Transparenz über Wirkung und Grenzen ist wichtig.

Tipps & Tricks

Erwartungen klären
Erkläre Wirkung, Ziel und Grenzen der Methode von Beginn an, um realistische Erwartungen zu setzen.

Sorgfältig dokumentieren
Halte Befunde und Reaktionen nach jeder Sitzung fest – das erleichtert Anpassungen im Verlauf.

Achtsamkeit & Selbstfürsorge
Schütze deine eigene Gesundheit mit ergonomischem Arbeiten, Pausen und Supervision.

Interdisziplinär vernetzen
Der Austausch mit Ärzt:innen und Therapeut:innen erweitert deine Perspektive und stärkt die Versorgung.

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