Medizininformatiker/in FH

Alles, was du über diesen Beruf wissen musst

Worüber du dich hier informieren kannst

  • Deine Tätigkeit als Medizininformatiker/in FH
  • Informationen zur Ausbildung
  • Herausforderungen im Berufsalltag
  • Wichtige Kompetenzen
  • Lohn als Medizininformatiker/in FH
  • Zukunftsperspektiven & Weiterbildungen
  • Arbeitsmarkt & Trends
  • Tipps & Tricks

Deine Tätigkeit als Medizininformatiker/in FH

Als Medizininformatiker/in FH entwickelst, betreibst und optimierst du IT-Systeme für Spitäler, Kliniken und Praxen – von der elektronischen Patient:innenakte bis zur digitalen Terminverwaltung. Du analysierst Anforderungen, gestaltest Systemarchitekturen, führst neue Lösungen ein und schulst medizinisches Personal. Zudem wertest du medizinische Daten aus, unterstützt Forschung und sorgst für Datenschutz und sichere Vernetzung.

Alltag
  • IT-Systeme für Spitäler und Praxen entwickeln und betreiben
  • Bestehende Systeme warten, aktualisieren und Leistung sicherstellen
  • Fehleranalysen durchführen und Prozesse verbessern
  • Digitalisierung in der Versorgung vorantreiben
Administrativ & Management
  • Management bei Beschaffung und Einführung neuer IT-Systeme beraten
  • Neue oder verbesserte Systeme einführen und verankern
  • Berichte und Statistiken erstellen
Schulung & Support
  • Medizinisches Personal im Umgang mit IT-Systemen schulen
  • Anwender/innen unterstützen und Anfragen triagieren
Medizinische Daten & Analytik
  • Medizinische Daten sammeln, integrieren und auswerten
  • Programme zur Mustererkennung in Daten entwickeln
  • Modelle für Risikoprognosen und Therapieempfehlungen erstellen
  • Digitale Dienstleistungen (z. B. Telemedizin, Gesundheits-Apps) umsetzen
Datenschutz & Sicherheit
  • Patientendaten vor unbefugtem Zugriff schützen
  • Sichere Vernetzung und Compliance gewährleisten

Informationen zur Ausbildung

Für den Beruf Medizininformatiker/in FH absolvierst du ein Bachelorstudium an einer Fachhochschule. Üblich ist ein Bachelorabschluss (Vollzeit mindestens 3 Jahre). Studieninhalte verbinden Informatik, Medizin und Gesundheitswissenschaften.

Zulassungsvoraussetzungen (je nach FH): Berufsmaturität, Fachmaturität, gymnasiale Maturität oder ein Abschluss einer Höheren Fachschule in einem verwandten Bereich sowie Berufserfahrung oder ein einjähriges Praktikum im verwandten Berufsfeld. Details zu Studienorten und Inhalten findest du auf berufsberatung.ch sowie ergänzend bei gateway.one.

Zulassung und Voraussetzungen
  • Berufsmaturität, Fachmaturität oder gymnasiale Maturität
  • oder Abschluss einer Höheren Fachschule in einem verwandten Fachbereich
  • zusätzlich Berufserfahrung oder ein einjähriges Praktikum im verwandten Bereich
  • Details regeln die jeweiligen Fachhochschulen
Dauer des Studiums

Bachelor in Vollzeit mindestens 3 Jahre; Teilzeit in der Regel länger (gemäss Vorgaben der FH).

Studieninhalte und Studienorte

Studium an Fachhochschulen mit Inhalten aus Informatik, Medizin und Gesundheitswissenschaften. Informationen zu Studienorten und Inhalten: berufsberatung.ch/hochschulen.

Berufliche Praxis

Praxisnahe Ausbildung mit Projekten und Modulen; häufig ist ein Praktikum oder einschlägige Berufserfahrung Zulassungsvoraussetzung.

Quereinstieg

Mit verwandtem Abschluss (HF/FH/UH) ist ein Einstieg je nach FH möglich. Erkundige dich direkt bei der gewählten Hochschule zu Anrechnungen und Anforderungen.

Herausforderungen im Berufsalltag

Hohe Datenkomplexität

Strenger Datenschutz

Systemausfälle schnell beheben

Einführung neuer Systeme

Interdisziplinär abstimmen

Technologien ändern sich schnell

Nutzerfreundlichkeit sicherstellen

Qualität und Patientensicherheit

Wichtige Kompetenzen

  • Analytisches und logisches Denken

    Du analysierst komplexe Anforderungen und entwickelst passende Systemlösungen.

  • IT- und Programmierkenntnisse

    Du beherrschst Tools und Methoden zur Entwicklung, Integration und Wartung von Fachapplikationen.

  • Sorgfältige, exakte Arbeitsweise

    Du arbeitest konzentriert, qualitätsbewusst und dokumentierst strukturiert.

  • Rasche Auffassungsgabe

    Du verstehst Abläufe schnell und kombinierst Informationen zielgerichtet.

  • Kommunikations- und Schulungskompetenz

    Du erklärst Systeme verständlich und unterstützt Anwender/innen im Alltag.

  • Organisation und Planung

    Du koordinierst Projekte, priorisierst Aufgaben und hältst Fristen ein.

  • Interesse an Medizin & Gesundheitsfragen

    Du kennst die Prozesse im Gesundheitswesen und sprichst die Sprache der Fachbereiche.

  • Englisch- und Mathematikkenntnisse

    Fachliteratur, Spezifikationen und Datenmodelle setzt du sicher ein.

Lohn als Medizininformatiker/in FH

Die Löhne variieren je nach Erfahrung, Arbeitgeber und Region. Aus den vorliegenden Angaben ergeben sich folgende Richtwerte pro Monat:

  • Einsteiger/in (0–2 Jahre): ca. CHF 7’084
  • Berufserfahrung (3–5 Jahre): ca. CHF 9’643
  • Erfahren / Senior (ab 6 Jahren): ca. CHF 10’417

Zukunftsperspektiven & Weiterbildungen

Nach dem Bachelor stehen dir vielfältige Wege offen – von Spezialisierungen im Berufsalltag bis zu weiterführenden Studiengängen an Hochschulen. So kannst du Verantwortung übernehmen, dich fachlich vertiefen und deine Karriere individuell ausrichten.

Zukunftsperspektiven ohne Weiterbildung:

Spezialisierung

Mit wachsender Erfahrung kannst du dich z. B. auf Datenanalytik im Gesundheitswesen, Patientendatenmanagement, Telemedizin-Lösungen oder IT-Sicherheit im Spitalumfeld fokussieren.

Projekt- und Produktleitung

Übernimm Verantwortung als Projektleiter/in oder in der Applikationsverantwortung und führe interdisziplinäre Teams bei der Einführung neuer Systeme.

Beratung & Schnittstellenfunktion

Berate Management und Fachbereiche bei Beschaffung, Integration und Optimierung von Informationssystemen und übernimm Koordinationsaufgaben zwischen Medizin und IT.

Zukunftsperspektiven mit Weiterbildung:

Typische Hochschulwege sind Masterstudiengänge und MAS-Programme. Beispiele: MSc in Engineering (FH), MSc (FH) in Business Information Systems, Joint MSc in Medizininformatik (FH oder UH/ETH) sowie MAS-Programme wie Business Process Engineering oder Business Administration and Engineering.

Berufsprüfung BP

Keine spezifischen Berufsprüfungen (BP) ausgewiesen

Für Medizininformatiker/innen FH sind auf den Referenzplattformen keine eigenen BP-Titel aufgeführt. Die berufliche Vertiefung erfolgt in der Regel über Hochschulangebote (z. B. MAS/MSc) oder berufliche Zertifizierungen. Informiere dich direkt bei den Hochschulen und Verbänden über aktuelle Angebote.

Höhere Fachprüfung (HFP)

Keine spezifischen Höheren Fachprüfungen (HFP) ausgewiesen

Für Medizininformatiker/innen FH sind keine eigenen HFP-Angebote aufgeführt. Übliche Entwicklungspfade führen über Masterstudiengänge (z. B. MSc) oder MAS-Programme an Hochschulen.

Höhere Fachschule (HF)

Bereits FH-Niveau (kein HF-Aufstiegspfad)

Der Beruf Medizininformatiker/in liegt auf Fachhochschulstufe (Bachelor). Weiterführende Wege führen typischerweise über Masterstudiengänge (MSc) oder MAS-Programme, nicht über die Höhere Fachschule.

Arbeitsmarkt & Trends

  • Digitalisierung im Gesundheitswesen: Hoher Bedarf an Fachkräften für E-Health, Prozessdigitalisierung und vernetzte Systeme.
  • Breites Einsatzfeld: Spitäler, Praxen, Softwareanbieter der Gesundheitswirtschaft, Versicherungen, Forschung und öffentliche Verwaltung.
  • Gefragtes Profil: Medizininformatiker/innen sind auf dem Arbeitsmarkt gesucht.
  • Zunehmende Datenmengen: Bedarf an Datenmanagement, Analytik und interoperablen Lösungen steigt.
  • Telemedizin und Gesundheits-Apps: Entwicklung und Integration digitaler Services nehmen zu.
  • Datenschutz und Sicherheit: Hohe Anforderungen an Compliance und IT-Security.

Tipps & Tricks

Praxisnah denken: Richte Lösungen auf die Bedürfnisse von Pflege, Ärzt:innen und Administration aus.

Saubere Einführung: Plane Rollouts sorgfältig und binde Schlüsselpersonen früh ein – das erleichtert die Akzeptanz.

Dokumentation & Qualität: Gute Spezifikationen, Tests und klare Dokumentation sparen Zeit im Betrieb.

Datenschutz leben: Schütze Patientendaten konsequent und beachte Vorgaben und Verantwortlichkeiten.

Kommunikation trainieren: Komplexe IT-Themen verständlich erklären und Feedback aktiv einholen.

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