Fachzahntechniker/in Kieferorthopädie BP
Alles, was du über diesen Beruf wissen musst
Worüber du dich hier informieren kannst
- Deine Tätigkeit als Fachzahntechniker/in Kieferorthopädie BP
- Hinweis
- Informationen zur Weiterbildung
- Herausforderungen im Berufsalltag
- Wichtige Kompetenzen
- Lohn als Fachzahntechniker/in Kieferorthopädie BP
- Zukunftsperspektiven & Weiterbildungen
- Arbeitsmarkt & Trends
- Tipps & Tricks
Deine Tätigkeit als Fachzahntechniker/in Kieferorthopädie BP
Als Fachzahntechniker:in Kieferorthopädie fertigst und reparierst du kieferorthopädische Apparaturen wie Zahnspangen, Schienen und Zahnschutz, die Zahn- und Kieferfehlstellungen korrigieren. Du übernimmst Aufträge von Zahnärzt:innen, Kieferorthopäd:innen, Dentalhygieniker:innen, Logopäd:innen oder Zahntechniker:innen, beurteilst die Qualität von Abdrücken und erstellst präzise Kiefermodelle aus Gips oder via digitale Mund-Scanner. Die Apparaturen planst und designst du mit CAD-Software und stellst Metall- und Kunststoffteile her, die du auf dem Modell montierst, anpasst und kontrollierst.
Zum Berufsalltag gehören auch die Dokumentation, Materialbewirtschaftung sowie die Wartung, Reinigung und Desinfektion der Laborgeräte. Du arbeitest mit gesundheitlich und umweltrelevanten Stoffen und hältst strenge Hygiene- und Sicherheitsvorgaben ein. Als erfahrene Fachperson planst du Arbeiten, leitest das Team im Labor an, schulst Mitarbeitende und Lernende und optimierst Arbeitsprozesse. Einsatzorte sind spezialisierte KFO-Dentallabore oder der KFO-Bereich in Betrieben für Prothetik.
- Aufträge entgegennehmen, analysieren und fristgerecht planen
- Kiefermodelle aus Gips erstellen, schleifen und bearbeiten
- Digitale Abdrücke mit Mund-Scannern erfassen
- Apparaturen mit CAD-Programmen planen und gestalten
- Metall- und Kunststoffteile herstellen, montieren und anpassen
- Funktion und Passung der Apparaturen prüfen und optimieren
- Materialverwaltung, Kennzeichnung, Lagerung und Entsorgung
- Dokumentation der Materialien und Arbeiten
- Wartung, Reinigung und Desinfektion von Laborgeräten
- Arbeiten planen und Aufgaben im Team zuteilen
- Mitarbeitende, Lernende und Praktikant:innen einführen und schulen
- Arbeitsprozesse optimieren, Team motivieren und fördern
Hinweis
Vorbereitungskurse zur Berufsprüfung (BP) werden in Modulen angeboten. Der Bund übernimmt nach Absolvieren der eidg. Prüfung 50% des Kursgeldes (max. CHF 9’500.–). Zusätzlich können Mitgliedfirmen Mittel aus dem Weiterbildungsfonds (bis CHF 4’000.–) erhalten.
Informationen zur Weiterbildung
Die Weiterbildung zur/zum Fachzahntechniker/in Kieferorthopädie BP ist eine modulare Vorbereitung auf die eidgenössische Berufsprüfung und kann berufsbegleitend absolviert werden.
- Voraussetzungen: EFZ als Zahntechniker/in oder gleichwertiger Abschluss sowie mind. 3 Jahre Berufserfahrung im Bereich Kieferorthopädie.
- Dauer: In der Regel 1 Jahr, berufsbegleitend.
- Schulische Bildung: Vorbereitungskurse in Modulen, z. B. am Gewerblich-industriellen Bildungszentrum Zug (GIBZ), Zug. Mehr Infos: berufsberatung.ch/schulen.
- Inhalte: Auftragsbearbeitung, theoretische KFO-Grundlagen, Modellherstellung, Vorbereitung und Herstellung kieferorthopädischer Apparaturen, Dokumentation, Betriebsbereitschaft, Umweltschutz & Sicherheit, Teamführung, Aus- und Weiterbildung.
- Abschluss: Fachzahntechniker/in Kieferorthopädie mit eidg. Fachausweis.
- Finanzierung: Bundesbeiträge nach eidg. Prüfung: 50% der Kurskosten (max. CHF 9’500.–). Zusätzlich bis CHF 4’000.– aus dem Weiterbildungsfonds (für Mitgliedfirmen).
- EFZ als Zahntechniker/in oder gleichwertiger Abschluss
- Mindestens 3 Jahre Berufserfahrung im Bereich Kieferorthopädie
In der Regel 1 Jahr, berufsbegleitend.
Modulare Vorbereitung auf die eidg. Berufsprüfung, z. B. am GIBZ in Zug. Weitere Angebote unter berufsberatung.ch/schulen.
- Auftragsbearbeitung und Dokumentation
- Theoretische KFO-Grundlagen
- Modellherstellung und Vorbereitung der Apparaturen
- Herstellung kieferorthopädischer Apparaturen
- Betriebsbereitschaft, Umweltschutz und Sicherheit
- Teamführung, Aus- und Weiterbildung
Fachzahntechniker/in Kieferorthopädie mit eidgenössischem Fachausweis (BP).
Bundesbeiträge nach bestandener eidg. Prüfung: 50% der Kurskosten (max. CHF 9’500.–). Zusätzlich bis CHF 4’000.– aus dem Weiterbildungsfonds (für Mitgliedfirmen).
Mit relevantem Vorwissen in KFO und den geforderten Kompetenzen kann nach individueller Prüfung ein Quereinstieg möglich sein.
Herausforderungen im Berufsalltag
Präzision unter Zeitdruck
Stetiger Technologiewandel (CAD/CAM)
Strikte Hygiene- und Sicherheitsvorgaben
Führung und Teamkoordination
Hohe Qualitäts- und Funktionsansprüche
Begrenzte Karrierepfade ohne Eigeninitiative
Wichtige Kompetenzen
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Exakte und sorgfältige Arbeitsweise
Du arbeitest hochpräzise, mit gutem Augenmass und Qualitätsbewusstsein.
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Interesse an Präzisionsarbeit
Feine Handarbeit und Detailtreue liegen dir.
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Räumliches Vorstellungsvermögen
Du verstehst Formen, Proportionen und Funktionsweisen im Kieferbereich.
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Manuelles Geschick
Du beherrschst Werkzeuge und Maschinen sicher und feinmotorisch.
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Konzentrationsfähigkeit & Ausdauer
Auch über längere Zeit bleibst du fokussiert und genau.
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Führungseigenschaften
Du planst Arbeiten, leitest Teams an und förderst Mitarbeitende.
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Ordnungssinn & Hygiene
Du hältst Sicherheits-, Lager- und Hygienestandards konsequent ein.
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Korrekter Farbsinn
Du nimmst Farben zuverlässig wahr – wichtig für Materialien und Ästhetik.
Lohn als Fachzahntechniker/in Kieferorthopädie BP
Die Löhne variieren je nach Region, Betrieb, Verantwortungsbereich und Erfahrung. Folgende Bandbreiten geben dir eine Orientierung (Monatslohn brutto):
- Berufseinsteiger/in (0–2 Jahre): ca. CHF 4’900 – 5’400
- Mit erster Erfahrung (3–5 Jahre): ca. CHF 5’500 – 6’100
- Erfahren (6–8 Jahre): ca. CHF 6’200 – 7’000
- Senior/Spezialist/in (9–11 Jahre): ca. CHF 7’100 – 8’000
- Sehr erfahren (ab 12 Jahre): ab CHF 8’100 (Spitzenlöhne über CHF 9’000 möglich)
Nutze bei Bedarf einen Lohnrechner, um deinen individuellen Lohn zu prüfen.
Zukunftsperspektiven & Weiterbildungen
Mit der BP als Fachzahntechniker:in Kieferorthopädie stärkst du deine Fach- und Führungskompetenzen im Labor. Je nach Interesse entwickelst du dich über Spezialisierungen, Kursangebote (z. B. von Universitäten, Dentalfirmen, VZLS) oder die Höhere Fachprüfung (HFP) bis zur Laborleitung oder Selbstständigkeit weiter.
Zukunftsperspektiven ohne Weiterbildung:
Durch Erfahrung, Spezialisierung und Verantwortungsübernahme kannst du dich intern weiterentwickeln, z. B. in der Teamkoordination, Qualitätssicherung oder Ausbildung von Lernenden.
Mit wachsender Erfahrung kannst du dich auf bestimmte Apparaturen (z. B. funktionskieferorthopädische Geräte, Retentionsschienen) oder digitale Workflows (CAD/CAM, 3D-Scan) spezialisieren.
Durch Praxis und Organisationstalent übernimmst du Planungs- und Leitungsaufgaben im Labor und koordinierst Aufträge sowie Qualitätssicherung.
Du führst neue Mitarbeitende ein, betreust Lernende und gibst dein Fachwissen im Betrieb weiter.
Zukunftsperspektiven mit Weiterbildung:
Kurse und Zertifikate halten dich technologisch auf dem neuesten Stand. Mit der HFP qualifizierst du dich für die Laborleitung oder die Gründung eines eigenen KFO-Dentallabors.
Berufsprüfung BP
Diese Weiterbildung auf Stufe Berufsprüfung qualifiziert dich für die fachgerechte Planung, Herstellung und Prüfung kieferorthopädischer Apparaturen sowie für Führungsaufgaben im Labor. Du vertiefst dein Wissen in Anatomie/Kieferorthopädie, Dokumentation, Qualität und Arbeitssicherheit.
Höhere Fachprüfung (HFP)
Mit der Höheren Fachprüfung übernimmst du die Gesamtleitung eines Dentallabors: Personalführung, Qualität, Finanzen, Kundenbeziehungen und strategische Entwicklung. Du baust dein Angebot aus und verantwortest Prozesse und Wirtschaftlichkeit.
Höhere Fachschule (HF)
Für Fachzahntechniker/innen Kieferorthopädie gibt es aktuell keine direkte Weiterbildung an einer Höheren Fachschule (HF), die spezifisch auf KFO-Zahntechnik ausgerichtet ist. Höherqualifikation erfolgt primär über die HFP, betriebswirtschaftliche Zusatzkurse oder fachspezifische Kurse/Lehrgänge.
Arbeitsmarkt & Trends
- Digitalisierung prägt den Berufsalltag: CAD/CAM, 3D-Scans und neue Materialien erweitern Möglichkeiten und Effizienz.
- Stetige Weiterbildung ist zentral, um mit technischen Entwicklungen Schritt zu halten.
- Karrierepfade sind im spezialisierten KFO-Bereich begrenzt; Eigeninitiative (z. B. Laborleitung, eigenes Labor) erhöht Perspektiven.
- Stabile Nachfrage durch KFO-Behandlungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
- Strenge Hygiene-, Sicherheits- und Umweltstandards bestimmen Prozesse und Materialeinsatz.
Tipps & Tricks
Technologievorsprung sichern: Halte dein Wissen zu CAD/CAM, 3D-Scanning und neuen Werkstoffen durch Kurse (VZLS, Universitäten, Dentalfirmen) aktuell.
Qualität dokumentieren: Saubere Auftragsdokumentation und Materialverwaltung erhöhen Effizienz, Rückverfolgbarkeit und Kundenzufriedenheit.
Netzwerk pflegen: Austausch mit Kieferorthopäd:innen, Logopäd:innen und Kolleg:innen bringt Fachinputs und neue Aufträge.
Hygiene & Sicherheit: Schutzmassnahmen konsequent einhalten; korrekte Lagerung und Entsorgung schützen dich und die Umwelt.
Karriere planen: Prüfe frühzeitig HFP-Optionen oder betriebswirtschaftliche Kurse, wenn du ein Labor leiten oder gründen möchtest.
