Fachexperte/-expertin Respiratory Care HFP

Alles, was du über diesen Beruf wissen musst

Worüber du dich hier informieren kannst

  • Deine Tätigkeit als Fachexperte/-expertin Respiratory Care HFP
  • Informationen zur Weiterbildung
  • Herausforderungen im Berufsalltag
  • Wichtige Kompetenzen
  • Lohn als Fachexperte/-expertin Respiratory Care HFP
  • Zukunftsperspektiven & Weiterbildungen als Fachexperte/-expertin Respiratory Care HFP
  • Arbeitsmarkt & Trends
  • Tipps & Tricks

Deine Tätigkeit als Fachexperte/-expertin Respiratory Care HFP

Fachexperten und Fachexpertinnen Respiratory Care pflegen, begleiten und beraten Menschen mit Lungen- und Atemwegserkrankungen in allen Altersgruppen – ambulant zu Hause, in Heimen sowie stationär in Spitälern und Schlaflabors. Sie entwickeln individuelle Versorgungskonzepte, überwachen und passen Behandlungen in enger Zusammenarbeit mit Ärzt:innen an und koordinieren reibungslose Übergänge vom Spital in die häusliche Betreuung. Sie beherrschen die Handhabung nicht-invasiver und invasiver Beatmung, prüfen regelmässig die Funktionstüchtigkeit von Geräten und sorgen für die optimale Anpassung von Masken, Schläuchen und Kathetern. Zudem schulen sie Betroffene und Angehörige, übernehmen Führungsaufgaben im Team und bringen ihr Fachwissen in Qualitätsentwicklung und Forschung ein.

Patientenversorgung, Beratung & Schulung
  • Entwickeln individueller Versorgungskonzepte und Massnahmenpläne.
  • Beraten und Begleiten von Betroffenen und Angehörigen in medizinischen und psychosozialen Fragen.
  • Fördern der Selbstverantwortung und Schulung im Umgang mit Erkrankung und Hilfsmitteln.
  • Unterstützung in Übergangssituationen und im Alltag nach der Entlassung.
Medizinisch-technische Aufgaben
  • Handhabung nicht-invasiver und invasiver Beatmung sowie mechanischer Ventilationen.
  • Regelmässige Kontrolle von Beatmungsgeräten; Pflege und Funktionsprüfung.
  • Optimale Anpassung von Masken, Schläuchen und Kathetern.
  • Anpassung der Massnahmen in Rücksprache mit Ärzt:innen.
Koordination, Übergänge & Administration
  • Koordination des Übertritts vom Spital in die häusliche Betreuung oder ein Heim.
  • Steuerung aller Beteiligten und Coaching von Angehörigen und Fachpersonen.
  • Einhaltung von kantonalen Gesetzgebungen, Verordnungen und QS-Prozessen.
Team, Weiterbildung & Forschung
  • Führende Rolle im Team, Schulung und Unterstützung von Mitarbeitenden.
  • Interne Fortbildungen und Wissensweitergabe zu neuen Entwicklungen.
  • Engagement in Forschung, z. B. im Schlaflabor.

Informationen zur Weiterbildung

Die Weiterbildung zum/zur Fachexperten/-expertin Respiratory Care schliesst mit einer Höheren Fachprüfung (HFP) und eidgenössischem Diplom ab.

  • Zulassungsvoraussetzungen: Diplom als Pflegefachperson HF/FH oder Physiotherapeut:in FH (oder gleichwertig) und mind. 3 Jahre einschlägige Berufspraxis in der Pneumologie bei mind. 60%-Anstellung. Alternativ: BP als Berater/in für respiratorische Erkrankungen und anschliessend mind. 3 Jahre Berufspraxis bei mind. 60%-Anstellung. In allen Fällen ist eine Diplomarbeit erforderlich.
  • Prüfungsvorbereitung & Kurse: Die Qualifikationen werden in der Regel über Kurse und im Arbeitsfeld erworben. Typische Inhalte: ventilatorische Atemstörungen, Schlafbezogene Atemstörungen, respiratorische Insuffizienz bei Kindern/Jugendlichen, nicht-invasive und invasive Beatmung, Care-Koordination, Heimventilation.
  • Dauer: Abhängig von den Angeboten und der individuellen Planung (Informationen und Angebote bei der Lungenliga Schweiz).
  • Bildungsträger: Lungenliga Schweiz informiert über Bildungsangebote, Prüfungsordnung und Wegleitung.
  • Finanzierung: Der Bund übernimmt bis zu 50% der anrechenbaren Kurskosten (max. CHF 10’500). Zusätzlich sind CHF 4’000 aus dem Weiterbildungsfonds möglich (sofern Mitgliedsfirma).

Weitere Informationen findest du bei der berufsberatung.ch und bei Gateway.

Zulassungsvoraussetzungen
  • Diplom als Pflegefachperson HF/FH oder Physiotherapeut:in FH (oder gleichwertig)
  • Mind. 3 Jahre einschlägige Berufspraxis in der Pneumologie bei mind. 60%-Anstellung
  • Oder: Berater/in für respiratorische Erkrankungen BP und anschliessend mind. 3 Jahre Berufspraxis (≥ 60%)
  • Diplomarbeit erforderlich
Dauer

Abhängig von Angebot und individueller Planung (Informationen bei der Lungenliga Schweiz).

Prüfungsvorbereitung & Kurse
  • Ventilatorische Atemstörungen; Atemstörungen im Schlaf
  • Respiratorische Insuffizienz bei Kindern und Jugendlichen
  • Nicht-invasive und invasive Beatmung
  • Care-Koordination und Heimventilation
Berufliche Praxis

Erwerb und Vertiefung der Kompetenzen im Arbeitsfeld (Pneumologie), in der Regel bei einer Anstellung von mindestens 60%.

Prüfung & Abschluss

Höhere Fachprüfung (HFP) mit eidgenössischem Diplom als Fachexperte/-expertin Respiratory Care.

Finanzierung

Bundesbeiträge: Rückerstattung von 50% des Kursgeldes (max. CHF 10’500), zusätzlich CHF 4’000 aus dem Weiterbildungsfonds (sofern Mitgliedsfirma).

Information & Anlaufstellen

Prüfungsordnung, Wegleitung und Bildungsangebote: Lungenliga Schweiz. Weitere Infos: berufsberatung.ch und Gateway.

Herausforderungen im Berufsalltag

Emotionale Belastung aushalten

Technische Verantwortung bei Beatmung

Komplexe Übergänge koordinieren

Beraten in Krisensituationen

Interprofessionell abstimmen

Unregelmässige Einsatzzeiten möglich

Wichtige Kompetenzen

  • Einfühlungsvermögen & Kontaktfreude

    Empathisch beraten und begleiten – auch in belastenden Situationen.

  • Organisationstalent & Selbstständigkeit

    Übergänge und Versorgungsprozesse sicher koordinieren.

  • Technisches Verständnis

    Beatmungsgeräte, Masken, Schläuche und Katheter sicher handhaben.

  • Teamfähigkeit & Kommunikation

    Interprofessionell mit Ärzt:innen und Teams zusammenarbeiten.

  • Belastbarkeit

    In komplexen und emotional anspruchsvollen Situationen stabil bleiben.

  • Lernfreude & schnelle Auffassung

    Neue Erkenntnisse und Technologien rasch übernehmen.

  • Verantwortungsbewusstsein & Verschwiegenheit

    Sorgfältig, rechtssicher und ethisch handeln.

  • Coaching- und Schulungskompetenz

    Betroffene, Angehörige und Teammitglieder anleiten.

Lohn als Fachexperte/-expertin Respiratory Care HFP

Die Löhne variieren je nach Kanton, Arbeitgeber, Funktion und Erfahrung. Nach den vorliegenden Angaben ergeben sich folgende grobe Richtwerte (Monatslohn brutto):

  • Berufseinsteiger (0–2 Jahre): CHF 6’500 – 7’000
  • Mit Erfahrung (3–7 Jahre): CHF 7’200 – 8’000
  • Viel Erfahrung (> 8 Jahre): CHF 8’000 – 9’500 oder mehr (je nach Verantwortung)

Hinweis: Es handelt sich um Schätzwerte basierend auf den bereitgestellten Informationen.

Zukunftsperspektiven & Weiterbildungen als Fachexperte/-expertin Respiratory Care HFP

Mit dem HFP-Abschluss stehen dir vielfältige Wege offen: Du kannst dich fachlich weiter spezialisieren, Verantwortung in Koordination und Führung übernehmen oder dich akademisch weiterentwickeln (z. B. Bachelor FH in Pflege, MAS/CAS in Management im Gesundheitswesen). Details zu Kursen und Vorbereitung bieten die Lungenliga Schweiz sowie Fachhochschulen und Berufsverbände.

Zukunftsperspektiven ohne Weiterbildung:

Durch Praxiserfahrung kannst du dich in Spezialbereichen (z. B. Heimventilation, Schlaflabor) etablieren, interne Schulungen übernehmen und Abläufe koordinieren oder Projekte im Qualitätsmanagement mitgestalten.

Spezialisierung im Arbeitsfeld

Ohne formale Zusatzabschlüsse kannst du dich mit wachsender Berufserfahrung auf Bereiche wie Heimventilation, Schlafmedizin/Schlaflabor, ambulante Versorgung oder Care-Koordination spezialisieren.

Team- und Projektverantwortung

Übernimm Verantwortungen in der Einsatz- und Prozesskoordination, leite kleinere Projekte oder übernimm die fachliche Verantwortung in Teilbereichen der Respiratory Care.

Ausbildung & Schulung vor Ort

Baue deine Rolle als Multiplikator:in aus: interne Schulungen, Einarbeitung neuer Mitarbeitender und Coaching von Angehörigen und interprofessionellen Teams.

Zukunftsperspektiven mit Weiterbildung:

Möglichkeiten sind u. a. die Berufsprüfung als Berater/in für respiratorische Erkrankungen BP, ein Bachelor of Science (FH) in Pflege oder Nachdiplomangebote wie MAS/CAS in Management im Gesundheitswesen. Diese Qualifikationen eröffnen Optionen in Fach- und Führungsfunktionen sowie in Lehre und Forschung.

Berufsprüfung BP

Berater/in für respiratorische Erkrankungen BP

Berät und begleitet Betroffene und Angehörige zu Atemwegserkrankungen, unterstützt in der Anwendung von Hilfsmitteln und in der Alltagsbewältigung. Diese BP kann als Schritt in Richtung HFP dienen oder spezifische Beratungskompetenzen vertiefen.

Hinweis zu weiteren BP

In den genannten Quellen werden keine weiteren spezifischen BP für Respiratory Care aufgeführt. Vertiefende Kurse werden jedoch von Gesundheitsinstitutionen und Berufsverbänden angeboten.

Höhere Fachprüfung (HFP)

Diese Weiterbildung ist bereits eine HFP

Der Abschluss "Fachexperte/-expertin Respiratory Care" ist eine Höhere Fachprüfung (HFP) mit eidgenössischem Diplom. Weitere spezifische HFP-Pfade werden in den Quellen nicht ausgewiesen.

Höhere Fachschule (HF)

Hinweis zu Höheren Fachschulen (HF)

Spezifische HF-Weiterbildungen für Respiratory Care werden in den Quellen nicht genannt. Häufige Vorbildung ist bereits ein Abschluss als dipl. Pflegefachperson HF; dieser bildet die Basis für die HFP-Zulassung.

Arbeitsmarkt & Trends

  • Zunahme von Lungen- und Atemwegserkrankungen führt zu hoher Nachfrage nach Respiratory-Care-Fachleuten.
  • Ambulantisierung: Dank neuer Technologien findet mehr Betreuung zu Hause statt (Heimventilation, Homecare).
  • Breites Einsatzspektrum: Spitäler (spezialisierte Abteilungen), Schlaflabors, Heime und ambulante Versorgung.
  • Gefragte Expertise in Koordination, Schulung und technischer Anwendung der Beatmungstherapie.

Tipps & Tricks

  • Emotionales Selbstmanagement: Entwickle Routinen für Psychohygiene und Supervision – die Arbeit mit schweren Krankheitsverläufen ist anspruchsvoll.
  • Technik sicher beherrschen: Übe regelmässig den Umgang mit Beatmungsgeräten, Masken und Alarmmanagement.
  • Interprofessionell denken: Klare Kommunikation mit Ärzt:innen, Pflege- und Rehateams verbessert Outcomes und Übergänge.
  • Schulungskompetenz ausbauen: Strukturierte Anleitung von Betroffenen und Angehörigen erleichtert die Selbstversorgung zu Hause.
  • Qualität & Recht: Kenne kantonale Vorgaben, Verordnungen und interne QS-Prozesse – sie sichern die Behandlungsqualität.
  • Dranbleiben: Fortlaufend weiterbilden (z. B. Schlafmedizin, Heimventilation, Care-Koordination), um auf dem neuesten Stand zu bleiben.
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