Fachexperte/-expertin in Diabetesfachberatung HFP

Alles, was du über diesen Beruf wissen musst

Worüber du dich hier informieren kannst

  • Deine Tätigkeit als Fachexperte/-expertin in Diabetesfachberatung HFP
  • Hinweis
  • Informationen zur Ausbildung
  • Herausforderungen im Berufsalltag
  • Wichtige Kompetenzen
  • Lohn als Fachexperte/-expertin in Diabetesfachberatung HFP
  • Zukunftsperspektiven & Weiterbildungen als Fachexperte/-expertin in Diabetesfachberatung HFP
  • Arbeitsmarkt & Trends
  • Tipps & Tricks

Deine Tätigkeit als Fachexperte/-expertin in Diabetesfachberatung HFP

Als Fachexperte/-expertin in Diabetesfachberatung betreust, berätst und schulst du Menschen mit Diabetes – sowohl stationär als auch ambulant. Du erhebst den individuellen Pflege- und Schulungsbedarf, setzt erreichbare Ziele und planst geeignete therapeutische Massnahmen. Du unterstützt beim Selbstmanagement, schulst im Umgang mit Hilfsmitteln und interpretierst Blutzuckerwerte. Ein wichtiger Teil deiner Arbeit ist die Prävention und Früherkennung von Folgeerkrankungen sowie die Behandlung und Vermeidung akuter Notfallsituationen. Zudem übernimmst du die Fachführung im Pflegeprozess, leitest die interprofessionelle Zusammenarbeit und verfolgst fachliche Entwicklungen sowie gesundheitspolitische Tendenzen.

Alltägliche Tätigkeiten
  • Pflege- und Schulungsbedarf systematisch erheben
  • Pflegerische Ziele setzen und Massnahmen planen
  • Patient:innen und Bezugspersonen beraten und schulen
  • Selbstmanagement und Gesundheitskompetenz fördern
Medizinische Tätigkeiten
  • Diabetesspezifische Therapieformen anwenden (z. B. Insulintherapie)
  • Blutzuckerwerte interpretieren und Therapie in Absprache anpassen
  • Akute Notfallsituationen behandeln und vorbeugen
Organisation & Zusammenarbeit
  • Fachführung im Pflege- und Organisationsprozess übernehmen
  • Zusammenarbeit mit intra- und interprofessionellen Teams koordinieren
  • Vorgehen in unerwarteten Situationen leiten und gestalten
Entwicklung & Qualität
  • Fach- und Berufsentwicklung verfolgen
  • Qualitäts- und Praxisentwicklung fördern
  • Gesundheitspolitische Tendenzen beobachten
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Hinweis

Die für die Höhere Fachprüfung (HFP) erforderlichen Qualifikationen werden in der Regel modular erworben. Ein Teil der Kurskosten wird vom Bund rückerstattet: 50% des Kursgeldes (max. CHF 10’500) sowie zusätzlich CHF 4’000 (sofern Mitgliedsfirma) aus dem Weiterbildungsfonds. Informationen zu Prüfungsordnung, Wegleitung und Bildungsanbietern: OdASanté.

Informationen zur Ausbildung

Bildungstyp: Weiterbildungsberuf mit eidg. Diplom (HFP). Die Qualifikationen für die Prüfung werden in der Regel modular erworben; Dauer je nach Bildungsanbieter (gemäss OdASanté) unterschiedlich.

Zulassungsvoraussetzungen (bei Prüfungsantritt):

  • Eidg. Diplom als Pflegefachmann/-frau HF, BSc oder MSc in Pflege oder anderer, gleichwertiger SRK-anerkannter Abschluss in Pflege
  • Mindestens 2 Jahre Berufserfahrung bei einer Anstellung von 80% in einer diabetologischen oder endokrinologischen Einheit eines Spitals/einer Klinik, in einer kantonalen Beratungsstelle der Schweizerischen Diabetesgesellschaft oder in einer vergleichbaren Institution
  • Erforderliche Modulabschlüsse bzw. anerkannte Gleichwertigkeiten

Module/Schwerpunkte (Beispiele):

  • Fachführung in der Pflege und in der Organisation
  • Pflegeprozess mit Schwerpunkt Diabeteserkrankung
  • Beratung und Schulung von Patient:innen und Bezugspersonen
  • Kommunikation, Wissensmanagement, Organisation

Praxis: Die berufliche Praxis findet in diabetologischen/endokrinologischen Einheiten, Beratungsstellen oder vergleichbaren Einrichtungen statt.

Informationen & Anbieter: Prüfungsordnung, Wegleitung und Bildungsangebote sind bei OdASanté erhältlich.

Zulassungsvoraussetzungen
  • Diplom als Pflegefachmann/-frau HF, BSc/MSc in Pflege oder SRK-anerkannter gleichwertiger Abschluss
  • Mind. 2 Jahre Berufserfahrung bei 80% Pensum in diabetologischen/endokrinologischen Settings oder kantonalen Beratungsstellen der Schweizerischen Diabetesgesellschaft (oder vergleichbar)
  • Erforderliche Modulabschlüsse bzw. Gleichwertigkeitsbestätigungen
Dauer

Modulare, anbieterabhängige Dauer; die Vorbereitung erfolgt in Form von Modulen gemäss Prüfungsordnung/Wegleitung (OdASanté).

Schulische Bildung

Modulare Bildungsangebote mit Schwerpunkten in Fachführung, Pflegeprozess Diabetes, Beratung/Schulung, Kommunikation, Wissensmanagement und Organisation.

Berufliche Praxis

Praxis in Spitälern/Kliniken mit diabetologischen und endokrinologischen Fragestellungen, in kantonalen Beratungsstellen der Schweizerischen Diabetesgesellschaft oder in vergleichbaren Institutionen.

Informationen & Anbieter

Prüfungsordnung, Wegleitung und Bildungsanbieter: OdASanté. Die Kurskosten werden teilweise vom Bund rückerstattet.

Herausforderungen im Berufsalltag

Individuelle Schulungspläne passgenau erstellen

Akute Notfälle sicher managen

Komplexe Therapien korrekt anwenden

Interprofessionelle Koordination im Alltag

Hohe Verantwortung für Patientensicherheit

Emotional fordernde Situationen bewältigen

Stets aktuelle Fachkenntnisse pflegen

Wichtige Kompetenzen

  • Interesse an Beratung & Gesundheit

    Du begeisterst dich für Gesundheitsfragen und berätst souverän und bedarfsgerecht.

  • Verantwortungsbewusstsein

    Du trägst hohe Verantwortung für Patientensicherheit und Therapiequalität.

  • Führungskompetenz

    Du übernimmst Fachführung, koordinierst Teams und gestaltest Prozesse mit.

  • Kommunikation & Teamfähigkeit

    Du kommunizierst klar, interprofessionell und auf Augenhöhe mit allen Beteiligten.

  • Einfühlungsvermögen

    Du begleitest Menschen empathisch und stärkst deren Selbstmanagement.

  • Belastbarkeit & Ausgeglichenheit

    Du handelst ruhig und lösungsorientiert – auch in Notfällen.

  • Beobachtungsgabe

    Du erkennst Veränderungen früh und leitest passende Massnahmen ein.

  • Verschwiegenheit & Professionalität

    Du gehst mit sensiblen Informationen vertrauensvoll und diskret um.

Lohn als Fachexperte/-expertin in Diabetesfachberatung HFP

Die Löhne variieren je nach Institution, Region, Erfahrung und Zusatzaufgaben. Nachfolgend eine Einschätzung der Bruttolöhne pro Monat nach Erfahrungsstufe (Angaben gemäss bereitgestellten Informationen):

  • Einstieg (0–2 Jahre nach HFP): CHF 5’000 – 7’500
  • Mittlere Erfahrung (3–7 Jahre): CHF 6’200 – 7’800
  • Erfahren (8+ Jahre / Spezialisierung): CHF 8’000 – 10’000 oder mehr

Hinweis: Löhne sind Bruttowerte und abhängig von Arbeitgeber (öffentlich/privat, Spital, Praxis, Diabeteszentrum), Region sowie zusätzlichen Spezialisierungen oder Führungsverantwortung.

Zukunftsperspektiven & Weiterbildungen als Fachexperte/-expertin in Diabetesfachberatung HFP

Mit der HFP eröffnen sich dir vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten: Du kannst dich on-the-job spezialisieren, erweiterte Fachführungsaufgaben übernehmen, dich akademisch weiterqualifizieren (z. B. Bachelor FH) oder Managementkompetenzen aufbauen (z. B. MAS). Nachfolgend findest du Wege mit und ohne zusätzliche Weiterbildung.

Zukunftsperspektiven ohne Weiterbildung:

Spezialisierung im Arbeitsfeld

Mit wachsender Berufserfahrung kannst du dich in spezifischen Bereichen der Diabetesberatung vertiefen und deine Expertise im klinischen oder ambulanten Setting ausbauen.

Fachführung und Qualität

Du übernimmst erweiterte Verantwortung in Fachführung, Prozessgestaltung sowie Qualitäts- und Praxisentwicklung im Team oder in der Institution.

Selbstständige Tätigkeit

Mit Erfahrung ist die selbstständige Erwerbstätigkeit oder der Aufbau einer eigenen Beratungspraxis möglich.

Wechsel des Einsatzfeldes

Einsatz in Aus- und Weiterbildungsstätten, bei Krankenversicherungen oder in der pharmazeutischen Industrie – je nach Interesse und Profil.

Zukunftsperspektiven mit Weiterbildung:

Zur Wahl stehen u. a. ein Bachelorstudium an einer Fachhochschule oder Nachdiplomstudien wie ein MAS. Individuelle Angebote und Kurse findest du bei Institutionen des Gesundheitswesens und Berufsverbänden.

Berufsprüfung BP

BP nach HFP – Hinweise

Du verfügst bereits über einen Abschluss auf Stufe Höhere Berufsbildung (HFP). Eine spezifische nächste BP (Berufsprüfung) ist für diese Rolle nicht vorgesehen. Je nach individueller Laufbahn können ausgewählte BP-Abschlüsse zur Profilergänzung sinnvoll sein. Lass dich dazu von OdASanté beraten.

Höhere Fachprüfung (HFP)

Bereits auf Stufe Höhere Fachprüfung (HFP)

Die Funktion gehört zur höchsten Stufe der eidgenössischen Berufsprüfungen (HFP). Eine weitere HFP ist nicht zwingend erforderlich; je nach Karriereziel kann eine zusätzliche HFP in einem verwandten Gebiet erwogen werden. Individuelle Beratung bieten die zuständigen Berufsorganisationen und OdASanté.

Höhere Fachschule (HF)

Bachelor of Science (FH) in Pflege

Vertiefe dein Fachwissen an einer Fachhochschule und erweitere deine Möglichkeiten in klinischer Praxis, Projektarbeit, Bildung oder Leitung.

MAS Management im Gesundheitswesen

Nachdiplomstudium an Fachhochschulen/Universitäten zur Vorbereitung auf Führungs- und Managementaufgaben im Gesundheitswesen.

Arbeitsmarkt & Trends

  • Breites Einsatzfeld: stationäre und ambulante Einrichtungen, eigene Beratungspraxis, Aus- und Weiterbildungsstätten, Krankenversicherungen sowie pharmazeutische Industrie.
  • Hoher Bedarf an spezialisierten Pflegefachpersonen mit Beratungs- und Schulungskompetenz zur Versorgung von Menschen mit Diabetes.
  • Interprofessionelle Zusammenarbeit und patientenzentrierte Pflege gewinnen weiter an Bedeutung.
  • Selbstmanagement-Förderung, Prävention und Früherkennung von Folgeerkrankungen sind zentrale Schwerpunkte.

Tipps & Tricks

Praxis gezielt aufbauen: Plane Einsätze in diabetologischen/endokrinologischen Settings, um die geforderte Berufserfahrung zu sammeln.

Module strategisch wählen: Richte deine Modulwahl an Prüfungsordnung und Schwerpunkten wie Beratung, Fachführung und Diabetes-spezifische Pflege aus.

Vernetzung: Pflege den Austausch mit Fachpersonen und Organisationen (z. B. kantonale Beratungsstellen der Schweizerischen Diabetesgesellschaft).

Dokumentation & Qualität: Dokumentiere deine Fälle sauber und beteilige dich an Qualitäts- und Praxisentwicklung.

Kommunikation trainieren: Übe verständliche Schulung und Gesprächsführung – sie sind Kern deiner Rolle.

Selbstfürsorge: Achte auf Ausgleich und Resilienz, um anspruchsvolle Situationen langfristig gut zu bewältigen.

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