Drogist/in EFZ
Alles, was du über diesen Beruf wissen musst
Worüber du dich hier informieren kannst
- Deine Tätigkeit als Drogist/in EFZ
- Informationen zur Ausbildung
- Herausforderungen im Berufsalltag
- Wichtige Kompetenzen
- Lohn als Drogist/in EFZ
- Zukunftsperspektiven & Weiterbildungen als Drogist/in EFZ
- Arbeitsmarkt & Trends
- Tipps & Tricks
Deine Tätigkeit als Drogist/in EFZ
Drogistinnen und Drogisten beraten die Kundschaft zu rezeptfreien Gesundheitsprodukten, Naturheilmitteln, Kosmetika und Haushaltsartikeln. Sie erklären Anwendung, Dosierung und Risiken, empfehlen geeignete Mittel zur Selbstmedikation und sorgen für eine freundliche, sachkundige Bedienung. Daneben bewirtschaften sie mit IT-gestützten Systemen das Sortiment, bestellen Waren, prüfen Lieferungen, etikettieren und präsentieren Produkte im Laden. In vielen Drogerien stellen sie im Labor Hausspezialitäten wie Teemischungen, Salben, Cremes, Tinkturen oder Pulvermischungen her und füllen diese vorschriftsgemäss ab. Administrative Aufgaben wie Rechnungen, Inventuren und das Bearbeiten von Anfragen gehören ebenfalls dazu. Die Arbeitszeiten richten sich nach den Öffnungszeiten des Geschäfts; Wochenendarbeit ist regelmässig.
- Kundschaft empfangen, Bedürfnisse klären und beraten
- Anwendung, Dosierung, Preis und Menge erklären
- Auf Risiken und Umweltschutz hinweisen
- Produkte aktiv anbieten und verkaufen
- Waren bestellen und Lieferungen entgegennehmen
- Ware auspacken, prüfen, etikettieren und einlagern
- Produkte im Laden präsentieren und Schaufenster gestalten
- Bestände überwachen, Ablaufdaten kontrollieren
- Heilpflanzen und Waren auf Wirkstoffe kontrollieren
- Teemischungen, Salben, Cremes, Tinkturen und Pulvermischungen herstellen
- Vorschriften (Arzneibuch, Hygiene, Sicherheit, Umwelt) einhalten
- Produkte korrekt abfüllen und verpacken
- Rechnungen erstellen und versenden
- Anfragen, Reklamationen und Rückmeldungen bearbeiten
- Kontrollblätter für Giftstoffe führen
- Bei Inventuren mitarbeiten
Informationen zur Ausbildung
Die Grundbildung zur/zum Drogist/in EFZ dauert 4 Jahre (Lehre in der Drogerie). Du besuchst 1–2 Tage pro Woche die Berufsfachschule und absolvierst überbetriebliche Kurse (12 Tage über 3,5 Jahre). Inhalte sind u.a. Pharmakologie, Phytotherapie, Humanbiologie, Chemie, Ökologie, Schönheits- und Sachpflege, Hygiene, Medizinprodukte, Warenbewirtschaftung, Betriebsorganisation sowie eine berufspezifische zweite Landessprache. Vorausgesetzt ist die abgeschlossene obligatorische Schule; bei sehr guten Leistungen ist die Berufsmaturität möglich.
- Obligatorische Schule abgeschlossen
- Gutes mündliches und schriftliches Deutsch
- Fremdsprachenkenntnisse von Vorteil
- Freude an Kontakt, Kommunikation, Beratung und Verkauf
- Dienstleistungsbewusstsein, gepflegtes Auftreten
- Sinn für Ordnung und Sauberkeit; guter Geruchs- und Geschmackssinn
- Gute Leistungen in Biologie und Chemie von Vorteil
4 Jahre berufliche Grundbildung in einer Drogerie.
1–2 Tage pro Woche an der Berufsfachschule.
Ausbildung im Drogeriegeschäft mit aktiver Mitarbeit in Beratung, Warenbewirtschaftung und Labor.
12 Kurstage verteilt über 3,5 Jahre zum Erlernen, Vertiefen und Üben beruflicher Grundlagen.
- Pharmakologie, Pathophysiologie
- Phytotherapie, Pharmakognosie
- Ernährung, Erfahrungsmedizin, Salutogenese
- Humanbiologie, Chemie, Ökologie
- Schönheits- und Sachpflege, Hygiene, Medizinprodukte
- Berufspezifische zweite Landessprache
- Warenbewirtschaftung, Betriebsorganisation, berufliche Identität und Umfeld
Bei sehr guten schulischen Leistungen Besuch der Berufsmaturitätsschule möglich.
Drogist/in EFZ (eidgenössisches Fähigkeitszeugnis).
Keine festgelegten Pfade; in Absprache mit einer Drogerie können individuelle Lösungen geprüft werden.
Herausforderungen im Berufsalltag
Freundlich bleiben bei schwierigen Kund:innen
Langes Stehen im Verkaufsalltag
Breites Produktwissen aktuell halten
Verantwortung bei Beratung und Risiken
Wochenend- und Randzeitenarbeit
Strikte Hygiene- und Sicherheitsvorgaben
Wichtige Kompetenzen
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Kontaktfreude
Du berätst gerne Menschen und trittst freundlich auf.
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Verantwortungsbewusstsein
Du gehst sorgfältig mit gesundheitsrelevanten Produkten um.
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Interesse an Gesundheitsfragen
Du interessierst dich für Gesundheit, Ernährung, Naturheilkunde und Produktekunde.
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Rasche Auffassungsgabe
Du erfasst Kundenbedürfnisse schnell und findest passende Lösungen.
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Sinn für Ordnung und Sauberkeit
Du hältst Verkaufsflächen, Lager und Laborbereiche einwandfrei.
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Sorgfalt
Exaktes Arbeiten, insbesondere beim Herstellen und Abfüllen von Produkten.
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Geduld und gute Umgangsformen
Du bleibst höflich – auch in anspruchsvollen Beratungssituationen.
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Organisationstalent
Du planst Bestellungen, Lager und Aktionen zuverlässig.
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Sprachkompetenz
Sehr gutes Deutsch; Fremdsprachen sind von Vorteil.
-
Lernbereitschaft
Du bildest dich stetig zu neuen Produkten und Therapien weiter.
Lohn als Drogist/in EFZ
Der Lohn hängt von Erfahrung, Region und Arbeitgeber ab. Auf Basis der vorliegenden Quellen ergibt sich folgende Übersicht (Monatslohn brutto, ca.):
- Berufseinstieg (bis 2 Jahre): CHF 4’100.– bis 4’600.–
- Erste Berufserfahrung (ca. 3–5 Jahre): CHF 4’600.– bis 4’900.–
- Mittlere Erfahrung (ca. 6–10 Jahre): CHF 4’900.– bis 5’300.–
- Langjährige Erfahrung (>10 Jahre): CHF 5’300.– bis 6’000.–
Die effektiven Löhne können je nach Kanton, Funktion und Verantwortung variieren.
Zukunftsperspektiven & Weiterbildungen als Drogist/in EFZ
Als Drogist/in EFZ kannst du dich fachlich spezialisieren oder über formale Weiterbildungen zusätzliche Verantwortung übernehmen. Möglichkeiten reichen von Berufsprüfung (BP) über Höhere Fachprüfung (HFP) bis zu Bildungsgängen an Höheren Fachschulen (HF) und Fachhochschulen (FH).
Zukunftsperspektiven ohne Weiterbildung:
Mit Erfahrung kannst du dich vertiefen, z.B. in Naturheilkunde, Vitalstoffkunde, Ernährung, Kosmetik oder Sachpflege.
Übernahme von Verantwortung als Rayonverantwortliche:r, Stellvertretung oder Filialleiter:in in der Drogerie.
Engagiere dich in der Ausbildung und Begleitung von Lernenden im Betrieb.
Schwerpunkt auf Warenbewirtschaftung, Einkauf, Visual Merchandising und Aktionsplanung.
Zukunftsperspektiven mit Weiterbildung:
Über BP, HFP, HF oder ein FH-Studium kannst du dich gezielt in Richtung Verkauf, Marketing, Betriebsführung oder vertiefte Fachkompetenz weiterentwickeln.
Berufsprüfung BP
Vertiefung in Verkauf, Warenbewirtschaftung und Sortimentsgestaltung; Vorbereitung auf weiterführende Verantwortungsfunktionen im Detailhandel.
Planung und Umsetzung von Marketingaktivitäten, Promotions- und Kommunikationsmassnahmen für Produkte und Dienstleistungen.
Unterstützt betriebliche Abläufe in pharmazeutischen Unternehmen, z.B. in Qualität, Logistik oder Admin.
Professionalisierung der Beratung und Verkaufstechniken; Führung kleiner Teams und Verantwortung für Verkaufsziele.
Höhere Fachprüfung (HFP)
Strategische Führung im Detailhandel, inklusive Filial- und Personalverantwortung, Kennzahlensteuerung und Sortimentsmanagement.
Leitung von Marketingbereichen, Entwicklung von Kampagnen und Markenführung auf Unternehmens- oder Filialebene.
Führt Verkaufsteams, verantwortet Vertriebsstrategien sowie Umsatz- und Ergebnisziele.
Höhere Fachschule (HF)
Vertiefte Fach- und Beratungskompetenz im Gesundheits- und Drogeriebereich; Vorbereitung auf leitende Funktionen.
Prävention, Beratung und Behandlung im Mundgesundheitsbereich in zahnmedizinischen Praxen.
Durchführung bildgebender Verfahren und Betreuung von Patient:innen in radiologischen Institutionen.
Kaufmännisches Know-how für Management- und Führungsaufgaben im Handel oder Gesundheitsumfeld.
Arbeitsmarkt & Trends
- Gute Perspektiven für beratende Fachleute im Detailhandel Gesundheit; die Arbeit ist vielseitig und kundenorientiert.
- Kontinuierliche Weiterbildung zu neuen Produkten und Therapien ist zentral.
- Arbeitszeiten orientieren sich an Ladenöffnungszeiten; Wochenendarbeit ist üblich.
- Zusätzliche Einsatzmöglichkeiten in Pharmaindustrie und Pharmahandel.
Tipps & Tricks
Kundenorientiert beraten: Höre aktiv zu, erkläre Anwendung, Dosierung und Risiken verständlich und weise auf Alternativen hin.
Fachwissen pflegen: Baue dein Wissen in Pharmakologie, Phytotherapie und Produktkunde systematisch auf und halte es aktuell.
Sauber und exakt arbeiten: Im Labor gelten strenge Hygiene- und Sicherheitsvorschriften – exaktes Abmessen und korrektes Abfüllen sind Pflicht.
Ergonomie im Blick behalten: Du stehst viel – achte auf gutes Schuhwerk, Bewegungs- und Erholungspausen.
Organisation: Plane Bestellungen rechtzeitig, kontrolliere Lieferungen und Ablaufdaten und sorge für eine klare Präsentation im Laden.
